50,2 Hz

50,2 Hz Umstellung was steckt dahinter?

Die primäre Aufgabe der Übertragungsnetzbetreiber ist, die Frequenz des Verbundnetzes auf 50Hz zu halten. Sie geben daher den Erzeugungsanlagen Vorgaben, bei welchen Parametern sie vom Netz gehen müssen um angeschlossene Komponenten zu schützen. In Deutschland verpflichten die Vorgaben des VDN (Verband der Netzbetreiber) aus dem Jahr 2005 PV-Anlagen dazu, bei einer Frequenz von 50,2Hz vom Netz zu gehen.

Stromerzeugungsanlagen, wie Ihre Photovoltaik, sind im europäischen Verbundsystem zusammengeschlossen. Dieses Verbundsystem kann spontan Kraftwerksleistung von rund 3000 MW als Momentanreserve ausgleichen. Hier stehen aber allein in Deutschland rund 25 GWp (Stand Ende 2011) gegenüber. Diese würden schlagartig vom Netz gehen, wenn die Netzfrequenz über 50,2 Hz steigt. Diesen Wegfall der Erzeugnisleistung kann das Verbundsystem nicht mehr ausgleichen.

Durch die Systemstabilitätsverordung (SysStabV) wird die frequenzbedingte Abschaltung bei 50,2 Hz auf eine Erzeugungsleistung von 3000MW gesenkt. Dies wird durch Änderung der Abschaltwerte bei den im Bestand stehenden Erzeugungsanlagen erreicht.

Hier gibt es mehrere Lösungsansätze der Wechselrichterhersteller:

  • Update auf VDE-Anwendungsregel 4105
  • Parametrierung/Update auf BDEW-MS-RL
  • Parametrierung der Abschaltfrequenz und Wiederzuschaltfrequenz. Stochastische Verteilung nach Wechselrichtertyp

Was bedeutet das für mich als Anlagenbetreiber?

Als Anlagenbetreiber müssen sie dafür Sorge tragen, daß Ihr Wechselrichter die Richtlinien gemäß §4 SysStabV (SystemStabilitätsVerordnung) erfüllt. Sie werden von Ihrem Energierversorger über ein schriftliches Formular aufgefordert, die Nachrüstung vornehmen zu lassen. Dazu haben Sie die Möglichkeit, einen Elektrofachbetrieb zu bestimmen, der die Umstellung für Sie vornimmt. Dazu sind Fristen zur Nachrüstung von Bestandsanlagen gesetzt worden.

  • Anlage > 100 kWp                                       Nachrüstung bis zum  31.08.2013
  • Anlage > 30 bis 100 kWp                            Nachrüstung bis zum 31.05.2014
  • Anlage > 10 bis 30 kWp                              Nachrüstung bis zum 31.12.2014

Die korrekte Umstellung Ihres Wechelrichters übernehmen unsere zertifizierten Mitarbeiter für Sie.

Die Kosten der Umstellung übernimmt  der Versorger.